Singlephone
Südamerika steht in der Entwicklung der modernen Telekommunikation dem Norden des Kontinentes in nichts nach. Der Aufbau des Netzes hat sich dort aufgrund der geografischen Gegebenheiten in manchen Regionen als zunächst als schwierig oder unmöglich erwiesen, da ein Großteil des Kontinents mit Dschungel oder tropischem Regenwald bedeckt ist oder Bergketten und weite offene Landschaften wie in Argentinien aufgrund großer Entfernungen ein Hindernis darstellen. In diesen Regionen leben meistens nur wenige oder sogar keine Menschen, daher sind dort etwaige Kommunikationsnetze selten oder nicht vorhanden.
Aber zurück zu den bevölkerungsreicheren Gebieten. Chile, Kolumbien und Brasilien sind in den großen Städten recht gut vernetzt. Die Entwicklung der Verständigungsmöglichkeiten hat dort genau wie in Europa oder Nordamerika stattgefunden. Wurden anfänglich noch Telegraphennetze genutzt um Nachrichten zu versenden, so ging auch dort die Entwicklung eindeutig in Richtung Telefon und Internet, das gilt für Peru, aber auch für Uruguay. Der Anschluss des Telefonnetzes macht es auch hier möglich, sich mit der ganzen Welt zumindest auditiv zu verbinden. Waren es anfänglich noch Telefone mit Kabeln und Schnüren, so haben auch dort inzwischen vielerorts die praktischen und gern benutzten kabellosen Funktelefone durchgesetzt. Leider sind einige Länder Südamerika immer noch politisch recht instabil, was dazu führt, dass die Bevölkerung keinen großartigen Zugriff auf Kommunikationsnetze hat.
Wo jedoch ein Telefonnetz existiert, ist natürlich ein Netz für die Handynutzung nicht weit. Ecuador und Paraguay beispielsweise arbeiten am Ausbau dieses Netzes, um mit den anderen Ländern Schritt halten zu können. Auch diesen Sektor deckt der Mobilfunk großräumig ab. So ist es in den politisch stabileren Staaten wie Venezuela und Bolivien im Prinzip genau so wie in den anderen westlich orientierten Ländern. Es gilt inzwischen als chic, sich mit einem Handy auszustatten. Dieses kleine Hilfsmittel für die Verständigung findet sich immer häufiger in den Handtaschen der Frauen und Mädchen oder den Taschen der Männer und Jungen. Natürlich nur bei denen, die es sich leisten können, was aber immer öfter der Fall ist. Wie aber schon vorher erwähnt, ist das Mobilfunknetz in vielen Gegenden von Argentinien oder Brasilien nicht ausgebaut oder vorhanden, da der Kontinent von beachtlichen Regenwäldern und ursprünglicher Natur bedeckt ist. Dort hat man höchstens die Möglichkeit ein Satellitentelefon zu nutzen. Dieses kann man im Prinzip an jedem Ort dieses Planeten benutzen, da das Mobilteil eine direkte Verbindung zu Satelliten im Planetenorbit herstellt. Diese Art der Kommunikation kann auch in den weiten Bergregionen von Peru oder Chile funktionieren.
Nun ist die weltweite Vernetzung der Kommunikationsmittel nicht nur auf das Telefonieren beschränkt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das heute allseits bekannte Internet. Ursprünglich als Vernetzungsmöglichkeit für Geheimdienste geplant wurde es später dann doch der Öffentlichkeit zugängig gemacht. Auch in Südamerika haben schon viele der Staaten und Städte den Anschluss an das Netz geschafft. So ist es möglich, auch in Kolumbien, Uruguay oder Ecuador über das Internet via email mit der ganzen Welt zu kommunizieren. Das geschriebene Wort ist natürlich nicht das Einzige, was das Netz als Kommunikationsmöglichkeit bietet.
Das Zauberwort hier heißt VoIP. Voice over IP bedeutet, dass man mittels eines speziellen Computerprograms über das Internet telefonieren kann. Hierbei wird das gesprochene in digitale Signale umgewandelt, dann zum Empfänger transportiert und dort wieder in hörbare Worte umgewandelt. Möchte man aus Paraguay zum Beispiel jemanden aus Venezuela anrufen, brauchen beide Gesprächspartner lediglich einen Computer, eine DSL Internetverbindung und das entsprechende Programm. Dann kann dem Gespräch nichts im Wege stehen. Dieses ist eine weitere, tolle Möglichkeit der Kommunikation.